
Die Fußgängerzone am Fenster wurde verbreitert, weil Zilla von oben immer ins Leere sprang, also genau am Gatter vorbei auf den Zimmer-Fußboden. Da sich ihr Flattervermögen zunehmend verschlechterte, war das Verletzungsrisiko einfach zu groß geworden.
Vor der Voliere entstand die Faulhalde, die für Fußgänger eine gute Sicherung war, wenn sie dann doch mal über das Gatter sprangen. Immerhin waren die Sitzplätze in der Voliere ganz schön hoch. Eigentlich auch so ein Dorn vor meinem inneren Auge…
Die Faulhalde bot neben der weichen Fallzone nicht nur viel Stauraum sondern auch eine kleine Ruhezone für mich. Hier konnte ich entspannt die Füße hochlegen, das Treiben der kleinen Leute beobachten und nebenher neue Ideen aushecken. Das war übrigens meine erste Couch seit dem Einzug. Davor hatte ich nur einen Stuhl und ein Bett.
Es war geplant, Geld für einen großen Umbau zu sparen. Wie der Umbau im Detail aussehen sollte, war noch nicht klar. Die Grundideen mit der geschützten Fußgängerzone und der abnehmbaren Volierenfront sollten auf jeden Fall bleiben. Auch über Materialien machte ich mir viele Gedanken.
Damit das Futtern interessant und spannend bleibt, gab es auch ein paar neue Futterverstecke.
Im Herbst 2018 endete die Nymphenhaltung.
Eine Fortführung der gemischten Haltung beider Arten war nicht geplant. Schon lange war mir bewusst, dass man den beiden Arten unter einem Dach einfach nicht gerecht werden kann.
Sie haben zum einen unterschiedliche Bedürfnisse in der Ernährung und zum anderen sind Wellensittiche für Nymphen andauernder Stress. Die Großen brauchen zudem einen wesentlich größeren Flugraum, den ich ihnen nicht bieten kann.
Für mich persönlich war das zwar eine sehr traurige Entscheidung, aber sie war zum Wohle der Vögel zwingend nötig. Lieber sollten künftig mehr Wellies beisammen sein…
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