Halbreife Hirse

Ein Beitrag für den Hürdenwellies e.V.

Halbreife Hirse ist eine gesunde Wellikatesse und super Krankenkost! 😋

Sie hat im halbreifen Zustand einen hohen Protein- und Vitamingehalt, ist besonders leicht verdaulich und eignet sich damit perfekt als Krankenkost. Bei der Mauser macht sie müde Geister wieder munter und ist auch sonst eine frische und gesunde Abwechslung zu normalen Körnermischungen mit reifen Saaten.

Unsere Pflegestellen schätzen deshalb diesen besonderen Leckerbissen ganz besonders und wir sind sehr dankbar dafür, dass wir das durch Eure Spenden für unsere Pfleglinge möglich machen können. Vielen lieben Dank! ❤

Damit die Hirse so frisch und lecker bleibt, wird sie per Express versendet und sollte direkt nach der Lieferung ausgepackt und ausgebreitet werden. So können die leckeren Rispen und Kolben oberflächlich etwas abtrocknen und fangen nicht an zu gären. Danach kann man sich in Ruhe um die Portionierung für den Froster kümmern.

Erst vorkosten, dann Passierschein!
Wenn die fliegenden Mitbewohner auf die Vorverkostung bestehen und dann erst den Passierschein rausrücken 😁

Nachdem die Lieferung angekommen ist, muss erst von der Chefetage eingehend geprüft werden, bevor es weiter auf den Balkon geht…

Eine dritte Meinung wurde auch noch beim Mücke eingeholt.

Die Lieferung
Mit Küchentüchern war das Paket gut ausgestattet, damit die enthaltene Feuchtigkeit während des Transportes gut gebunden werden kann. Die Tücher waren schon sehr feucht und wurden direkt entfernt.

Bei ein paar Kilo Hirse dauert das Portionieren und Frosten doch etwas länger. So wurden die begehrten Leckerbissen in luftdurchlässige Gitterboxen verteilt. Dort kann die oberflächliche Feuchtigkeit abziehen und die Hirse fängt nicht an zu gären. Außerdem können etwaige blinde Passagiere hier ungestört das Weite suchen.

Zum Ausbreiten kann man natürlich auch einen Wäscheständer oder einen Tisch mit großem Tuch darauf nutzen.

Halbreife Hirse frosten ❄️
Die meisten Halter werden wohl die ganzen Kolben und Rispen einfrieren. Dafür braucht man aber sehr große Tüten und die einzelnen Teile können aufgrund der Länge zum Teil kaum platzsparend und ohne viel Luft darin verstaut werden. Davon abgesehen ist so mancher Hirsekolben für einen kleinen Schwarm eine viel zu große Portion für einen Tag.

Deshalb hat sich die Stuttgarter Pflegestelle Gedanken gemacht, wie man das geschickt und platzsparend für den Froster vorbereiten kann.

Alles steht bereit: das Aufsichts- und Sicherheitspersonal im Hintergrund und natürlich auch eine kleine Stärkung für die Federlose:

Die Kolben werden, bis auf eine kleine Spitze, abgeribbelt und dann in Portionen vakuumiert. Dadurch ist die Hirse nicht nur etwas länger haltbar und vor Gefrierbrand geschützt, sondern kann auch sehr platzsparend als flache Platten und ohne viel Luft dazwischen im Froster untergebracht werden. Vakuumierfolien sind zwar etwas teurer als normale Gefriertüten, sparen aber Strom.

Bei kleinen Schwärmen lässt sich die kostbare Leckerei zudem leichter in kleinen Portionen entnehmen. Die kleinen Spitzen mit gekürztem Stil eignen sich z.B. super für Quarantäne oder Krankentransporte.

Sobald der Topf voll ist, werden die ersten Tüten portioniert…

Mit einem Vakuumiergerät wird die Luft herausgezogen und dann verschweißt. Links ist eine Tüte vorher und rechts eine nachher zu sehen. Das macht schon einen Unterschied im Volumen, wenn man ein paar Kilo einfrieren will: flacher und kleiner!

Gefrostet wird bei mindestens -18°C, besser kälter. Bedenkt man, dass hier eine größere Menge ungefrorenes Gut auf einmal in den Froster kommt, sollte das Gerät vorab am Besten auf die kälteste Stufe gestellt werden. Nach 2 Tagen sollte alles gut durchgefrostet sein und der Froster kann wieder auf eine normale Betriebstemperatur gestellt werden.

Zum Auftauen wird die Hirse kurz mit lauwarmem Wasser in einem Sieb gespült und abgetropft. Ein bisschen feucht ist es dann immer noch und kann dazu genutzt werden, diverse Pülverchen als „Hirsedressing“ unterzujubeln. Bei einem ganzen Kolben haftet das nicht ganz so gut, also mehr nur an der Oberfläche und dort auch nicht so schön unauffällig verteilt.